Alfalfa – Luzerne

Alfalfa war bereits unter den Indianern bekannt. Die Pflanze Alfalfa wird auch als Luzerne bezeichnet. Es ist eine krautige, grüne Pflanze, die bis zu 1 m hoch werden kann. Die Pflanze gehört zur Schneckenkleeart. Der romantische Name ist: „der ewige Klee“. Man bezeichnet sie auch als „Vater der Nahrung“.

Sie hat ein tief reichendes Wurzelsystem mit Rhizomen. Diese können sich bis zu 4,5 m ausdehnen. Dadurch ist die Pflanze besonders in Dürrezeiten sehr widerstandsfähig.

Alfalfa findet sich vor allem in Mitteleuropa. Sie siedelt sich an Wegrändern an. Ursprünglich stammt die Pflanze jedoch aus Asien. Sie ist winterhart und wird von Botanik auch Zukunftsnahrung der Menschheit genannt.

Alfalfa (Luzerne) Anbau

Alfalfa Sprossen

Die Luzerne hat eine stickstoffbindende Fähigkeit. Mit ihr lässt sich die Leistungsfähigkeit landwirtschaftlicher Böden verbessern. Es ist vor allem eine ergiebige Futterpflanze. Im Frühling wird sie auf einem Saatbett mit einem pH-Wert von 6,8-7,5 ausgesäht. Die Pflanze kann 5-12 Jahre alt werden. Das ist abhängig Boden und Klima.

Der Boden sollte tiefgründig und kalkhaltig sein. Sie benötigt einen Nährstoff- und humusreichen Lehm- oder Lössboden. Ihre Hauptblütezeit hat die Pflanze von Juni bis September. Sie blüht blau oder violett. In Mitteleuropa findet sie sich in Form von Feldern oder verwildert.

Verwendung von Alfalfa

Alfalfa wird als Viehfutter eingesetzt. Man nutzt sie aber auch als Lebensmittel in Form von Sprossen. Verwendung können Triebe, Blüten und Samen finden. Besonders viel Energie geben die Samen. Ihre Inhaltsstoffe sind Phytoöstrogene, Falavanoide, Saponine und photosensiblisierende Stoffe. Sie enthält Proteine, Vitamine, Calcium und Chlorophyll. Sie enthält Magnesium, Eisen, Kalium, Calcium, Zink und Phosphat.

Zu den Vitaminen, die sie enthält gehören A, B1, B6, C, E und K. Es ist möglich sie roh zu verwenden. Sie ist bitter, kann aber auch überbrüht werden und damit entbittert. Es ist wichtig, sie nicht mit der Bastard-Luzerne zu verwechseln, die eine Giftpflanze ist.

Alfalfa findet sich in der Regel unter den Nahrungsergänzungsmitteln und wird in der Homöopathie angewendet. Zu den Aminosäuren die sie enthält gehören Trytophan und Tyrosin. Besonders interessant ist der Anteil an Antioxidantien. Durch ihren Cholorophyllgehalt sorgt sie beim Menschen für einen ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt.

Gesundheitlich findet Alfalfa Anwendung bei Blähungen, Appetitlosigkeit, chronische Darmentzündung, Stillproblemen, Hämorrhoiden und Wassereinlagerungen. Auch im Fall von Stress und Depressionen, Menstruationsbeschwerden, Handproblemen, Bluthochdruck und Wechseljahresbeschwerden findet sie Einsatz.

Schwangere sollten die Pflanze nur nach Absprache mit ihrem Arzt einnehmen. Als Nahrungsergänzungsmittel findet man sie in der Regel als Globuli. Die Anwendungsmöglichkeiten von Alfalfa sind vielfältig.

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