Baldrian

Baldrian ist uns allen meist bekannt zur Beruhigung und zur Verwendung gegen Stress. Das Heilkraut enthält tatsächlich viele Inhaltsstoffe, die bei Schlafstörungen, Nervosität, allgemeiner Unruhe und Unwohlsein helfen können und eine gute Alternative zu herkömmlichen Medikamenten darstellen. Doch was genau kann Baldrian alles versprechen?

Herkunft und Vorkommen

Valeriana Officinalis Garten Baldrian

Baldrian ist eine Pflanzenart, die bei uns heimisch ist und sich in ganz Europa bis nach Russland verbreitet hat. Das Heilkraut wird in vielen Ländern weltweit verwendet und wird heute sogar in Teilen Asiens, Australien und Amerika kultiviert. Wilden Baldrian finden wir heute vor allem an feuchten Lichtungen und Waldrändern und auf besonders nährstoffreichen Wiesen.

Der echte Baldrian (Valeriana officinalis) stammt aus der Familie der sogenannten Geißblattgewächse. Die Pflanze ist eng verwandt mit der Gattung der Baldriane, die mehr als 400 Arten kennt. Verwandte des Baldrians sind unter anderem die Wilde Karde oder der Feldsalat, den wir hierzulande besonders gerne essen.

Baldrian wird auch gerne als Mondkraut, Hexenkraut, Stinkwurzel, Valerian oder Katzenkraut bezeichnet.

Die Merkmale des Baldrians

Baldrian ist mehrjährig und erreicht je nach Nährstoffverfügbarkeit und Standort eine Höhe bis zu 2 Metern. Die Wurzeln sind gelb oder sogar weiß sowie mehrfach verzweigt und reichen nicht besonders tief in die Erde. Zudem haben sie einen starken Geruch.

Das Heilkraut überzeugt mit seinen hell- bis mintgrünen Blättern, die eine lanzettliche Form aufweisen. Die Blattränder sind wirken leicht gesägt. Meist nimmt die Blattgröße von unten nach oben hin ab.

Baldrian bildet auch Blüten, die eine weiße oder rosa Färbung aufweisen. Außerdem haben die Blüten einen besonders aromatischen Duft. Die Blütezeit der Pflanze findet zwischen Mai und August statt.

Anbau, Aussaat und die Pflege von Baldrian

Baldrian ist ideal für den Garten, denn er lässt sich einfach anbauen und benötigt nicht viel Pflege. Die Pflanze verströmt einen angenehmen Duft und ist auch bei Bienen und Schmetterlingen sehr beliebt.

Die Pflanze bevorzugt einen sonnigen Standort, akzeptiert jedoch auch den Halbschatten. Der Boden sollte nährstoffreich, leicht feucht und humusreich sein.

Die beste Zeit für die Aussaat ist März bis April. Sie ist ein Lichtkeimer, weshalb die Samen nur vorsichtig angedrückt werden sollten. Eine Vorkultur ist nicht notwendig.

Die Verwendung

Baldrian wird gerne als Heilkraut verwendet, ist jedoch auch ein beliebtes Gewürz in der Küche. Die Wurzeln werden beispielsweise gerne für Suppen und Eintöpfe verwendet. Die feinen Blätter sind außerdem sehr gut auf Salaten und werden gerne in Kombination mit dem beliebten Feldsalat herangezogen.

Bereits im Mittelalter verwendete man die Pflanze als Heilkraut. Baldrianwurzeln fanden beispielsweise bereits damals gegen Schlafstörungen und nervöser Unruhe ihre Verwendung. Das Kraut soll außerdem gegen Akne, Husten, Harnbeschwerden, Seitenstechen, Blähungen und Kopfschmerzen helfen. Die Wurzeln wurden damals gerne pulverisiert und mit anderen Kräutern wie Anis oder Süßholzwurzeln vermischt.

Auch heute noch verwendet man die Pflanze in Form von Tee, Tinkturen oder Tabletten als allgemeines Beruhigungsmittel gegen Unruhe, Nervosität und Stress.

Zusammenfassung und Fazit

Baldrian ist ein beliebtes Heilkraut, das bereits seit dem Mittelalter seine Verwendung findet. Die Pflanze ist anspruchslos, versprüht einen angenehmen Geruch und lockt Nützlinge wie Bienen und Schmetterlinge an. Gerne wird sie auch von Hobbygärtnern kultiviert. Sogar auf frischen Salaten können die Blätter zum Einsatz kommen.

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