Flohsamen und deren Schalen

Eines gleich vorweg gesagt: Auch wenn der Name eine Assoziation mit den kleinen Plage-Geistern zulässt, die sich bevorzugt im Fell von Hund und Katze wohlfühlen, hat Flohsamen mit ihnen nichts gemein, außer der optischen Ähnlichkeit.

Dieser verdankt das wertvolle Heilkraut, das nicht nur den Darm in Schwung hält, lediglich seinen Namen.

Woher kommen Flohsamen?

Flohsamen und deren Schalen

Obwohl Flohsamen heute noch in Europa, vorwiegend im Mittelmeerraum vorkommen, liegen die wichtigsten Anbaugebiete in Indien und Pakistan. Aufgrund der trockenen, sonnigen Witterungsbedingungen gedeihen sie dort besonders gut. Die dazugehörige Pflanze heißt in Indien ebenfalls Flohsamen, sie wird aber auch als indischer Wegerich bezeichnet. Das Wegerich-Gewächs ist nicht nur vom Namen her ein Verwandter des heimischen Spitzwegerichs, sondern auch von der Gattung. Meist wächst er Hierzulande an Wegen und auf Äckern.

Die Samen des indischen Wegerichs gelten als Heilkraut. Sie reifen in runden Kapseln an ährenähnlichen Zweigen heran und können von Juni bis Oktober geerntet werden. Um den Flohsamen zu gewinnen, werden die schwarzen Kapseln zerstoßen, in denen die Samen heranwachsen. Die darin gereiften ovalen Flohsamen haben in der Regel eine hellbraune bis rötlich-braune Farbe.

Flohsamen bringen den Darm in Schwung

Sie enthalten viele Nährstoffe, unter anderem fettes Öl und Schleimstoffe. Das besondere: Flohsamen und allen voran die Schalen der Samen, können sowohl bei Verstopfung als auch bei Durchfall helfen. Insbesondere die Schalen können extrem viel Wasser binden und haben aufgrund ihres hohen Gehalts an Polysacchariden eine starke quellende Wirkung. Letzteres sorgt dafür, dass die Verdauung angeregt wird. Dass in den Samen enthaltene Öl wirkt im Darm ähnlich wie ein Gleitfilm und erleichtert somit einen schmerzfreien Stuhlgang.

Durch die wasserbindende Wirkung können Flohsamen auch bei Durchfall hilfreich sein. Die große Menge an Flüssigkeit, die der Samen zu binden vermag, sorgt dafür, dass die Konsistenz des Stuhls gefestigt wird und reguliert somit den Durchfall. Um einen effektiven Nutzen aus den in den Flohsamen und in deren Schalen enthaltenen Ballaststoffen zu ziehen, ist es unabdingbar, während der Einnahme der Heilkräuter viel Flüssigkeit – bevorzugt Wasser – zu sich zu nehmen.

Flohsamen pur oder lecker im Müsli

Wer Probleme mit der Verdauung hat, oder unter Verstopfung, Schmerzen beim Stuhlgang aber auch unter Durchfall leidet, kann die sie pur in Wasser aufgelöst einnehmen. Empfohlen werden dabei in der Regel 1 Teelöffel auf etwa 200 ml Wasser. Um die Wirkung zu optimieren, ist es empfehlenswert noch reichlich Wasser nach zu trinken.

Flohsamen und deren Schalen enthalten sehr viele Ballaststoffe. Um seinen Körper optimal mit Ballaststoffen zu versorgen, können die Samen auch regelmäßig unter das Müsli, in Smoothies oder ins Dessert gemischt werden, da sie keinen nennenswerten Eigengeschmack haben.

Es ist nicht übertrieben, wenn man von Flohsamen als Booster für Gesundheit und Wohlbefinden spricht. Eine Extra-Portion Ballaststoffe tut vor allem dem Verdauungstrakt gut. Funktioniert der Darm einwandfrei, kann sich das positiv auf den gesamten Körper und auf das allgemeine Wohlbefinden auswirken.

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