Kamille – Matricaria chamomilla L.

In Zeiten, in denen die Schulmedizin nicht mehr immer und überall das Maß aller Dinge darstellt und alternative Heilmethoden zu chemischen Hämmern der Pharmaindustrie gesucht werden, rücken heimische Pflanzen und Kräuter wieder vermehrt in den Fokus der Menschen. Gegen vielerlei leichte bis mittelschwere Beschwerden findet man in der Natur jede Menge nützliche Heilmittel. Eines davon ist die Kamille.

Kamille – Aussehen und Vorkommen

Kamille Kamillenblüte Heilkraut

Die echte Kamille Matricaria chamomilla L., die zur Familie der Korbblütler gehört, ist mittlerweile fast in ganz Europa und Westasien heimisch. Sie erreicht eine Wuchshöhe von 20-50 cm. Die kahlen Stängel weisen im oberen Bereich meist starke Verzweigungen auf. Der charakteristische Blütenkopf setzt sich aus den weißen Zungenblüten außen und aus dicht gedrängten gelben Röhrenblüten in der Mitte zusammen.

Alle Teile der Pflanze weisen einen starken krautigen Geruch auf. Die echte Kamille blüht von Mai bis September. Sie wächst vorrangig auf Ödland und Äckern und bevorzugt nährstoffreiche Lehm- und Tonböden.

Anbau der Kamille

Die Handelsware an echter Kamille kommt meist aus Kulturen. Hauptanbaugebiete der echten Kamille sind Argentinien, Ägypten, sowie die osteuropäischen Staaten Ungarn und Bulgarien. In Deutschland werden pro Jahr etwa 5000 Tonnen Kamille nachgefragt.

Nutzung als Heilpflanze

Zum einen besitzt die Kamille eine stark entzündungshemmende Wirkung. Sie wird daher als Spülung eingesetzt, wenn das Zahnfleisch oder der Hals entzündet ist. Bei entzündlichen Erkrankungen der Atemwege sind Inhalationen eine erprobte Therapiemethode.

Auch weist die Kamille eine antibakterielle Wirkung auf, d.h. sie hemmt die Ausbreitung von Bakterien. Zur äußerlichen Anwendung in Salben oder Cremes kommt die Kamille daher bei bakteriellen Hauterkrankungen wie Akne zum Einsatz.

Als weiteres Anwendungsgebiet wird die Kamille gegen krampfartige Beschwerden empfohlen, da die Pflanze einen krampflösenden Effekt hat. Hauptanwendungsgebiete sind hier Blähungen, Völlegefühl, Magen- und Darmbeschwerden, sowie auch Menstruationsbeschwerden.

Da bei manchen Menschen allergische Reaktionen auf Kamille auftreten können, auch wenn diese extrem selten beschrieben werden, wird von einer Anwendung bei entzündlichen Augenerkrankungen abgeraten.

Das ätherische Kamillenöl, das durch Wasserdampfdestillation aus Blütenköpfen gewonnen wird, kommt im wesentlichen bei den selben Anwendungsgebieten zum Einsatz. Auch wird das Öl in der Aromatherapie angewandt, um das Hautbild zu verbessern.

Verwendung in der Küche

Kamillenblätter und Knospen eignen sich als Gewürz für verschiedene Speisen. Auch als Dekoration der Speisen können die optisch ansprechenden und essbaren Blütenköpfe verwendet werden.

In erster Linie wird die Kamille jedoch für Getränke genutzt. Am bekanntesten ist sicherlich der Kamillentee*. Aber auch Kräuterlimonaden oder Bowlen können durch den Einsatz von Kamille aufgewertet werden.

Wissenswertes am Rande

Die Echte Kamille wurde 1987 zur Arzneipflanze des Jahres gewählt. 2002 wurde sie zur Heilpflanze des Jahres gekürt.

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